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Selbstportrait mit Frau
Aus dem Polnischen von Klaus Staemmler
»›Selbstportrait mit Frau‹ stellt die Unfähigkeit zu einer wahren, tiefen Liebe zwischen Mann und Frau dar. Auf einer anderen Textebene versuche ich aber eine viel allgemeinere Überlegung mitzuteilen, nämlich die, daß die Unfähigkeit zu lieben ein Charakteristikum unserer Zeit ist, ganz unabhängig davon, ob jemand in der vollkommensten Demokratie oder im schlimmsten Totalitarismus lebt.«
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Der sechzigjährige polnische Soziologe Kamil bekommt eine Einladung nach Genf. Die Rundfunkredakteurin Ruth Gless plant eine Sendung über den politischen Frühling in Polen nach der Wende und will ein ausführliches Interview mit einem Experten machen. Kamil ist tief beeindruckt von der klugen und schönen Frau, was er jedoch durch ein extremes Macho-Gehabe zu verbergen sucht. Aber Ruth Gless durchschaut sein Verhalten und reagiert gelassen, ja sogar mit Verständnis. Im Laufe des Interviews erzählt Kamil mehr und mehr von sich, läßt er eine Maske nach der anderen fallen. Ruth und Kamil verlieben sich ineinander. Aber Ruth ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Der verzweifelte Kamil aber begreift, daß all seine früheren Amouren nur ein Vorspiel waren zu dieser allerletzten Chance, eine tiefe Liebe zu erleben, und so beschließt er, um Ruth zu kämpfen. Ein großer Liebesroman und gleichzeitig eine Geschichte über den Zusammenstoß zweier Welten, einer, die die Erfahrung des Kommunismus kennt, und einer, der diese Erfahrung völlig fremd ist.
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eBook, 256 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 28. Juli 2021

978-3-257-61226-4
€ (D) 9.99 / sFr 13.00* / € (A) 9.99
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Jörg Unger
Vorarlberger Nachrichten, Bregenz
»Ein nach Umfang eher schmales Buch verbreitet dank der Kunst des Autors das, was Leben selber ist: Schrecken und Erkenntnis, Zweifel und Sinn, Verlangen nach Wärme aus der Kälte.«
Brigitte, Hamburg
»Ein Buch, das behutsam gegen die Sinnlosigkeit des Lebens philosophiert, das der Härte des Erlebten die Stärke der Hoffnung entgegensetzt.«
Hermann Kant
Neues Deutschland, Berlin
»Viel besser kann ein Buch kaum sein! Ein außerordentliches Buch.«
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Andrzej
Szczypiorski
Andrzej Szczypiorski, geboren 1928 in Warschau, nahm 1944 am Aufstand dieser Stadt gegen die deutsche Besatzung teil, kam ins KZ, betätigte sich nach dem Krieg als Schriftsteller und Publizist und wurde Mitglied des Vorstandes des polnischen PEN-Clubs und des Schriftstellerverbandes. 1989 wurde er von Solidarnosc als Kandidat aufgestellt und vom Volk in den polnischen Senat gewählt. Er erhielt den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Szczypiorski starb 2000 in Warschau.
Andrzej Szczypiorski