Die Carreta
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Mit elf Jahren wird der Indianerjunge Andres von dem Landgut fortgeschickt, auf dem sein Vater als Knecht arbeitet. Im südmexikanischen Ort Joveltó lernt ihn der Kaufmann Don Leonardo in seinem Laden an. Bis Don Leonardo eines Tages sein gesamtes Geld – einschließlich seines nun 15-jährigen Burschen Andres– an seinen Mitspieler verliert. Andres’ neuer Herr, der Handelsagent Don Laureano, schickt ihn als Fuhrknecht in die Lehre, damit er seine Waren transportieren kann. Doch die damit scheinbar erworbene Freiheit ist trügerisch.

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Mit elf Jahren wird der Indianerjunge Andres von dem Landgut fortgeschickt, auf dem sein Vater als Knecht arbeitet. Im kleinen südmexikanischen Ort Joveltó lernt ihn der Kaufmann Don Leonardo in seinem Laden an. Trotz Leibeigenschaft darf der Junge abends die Schule besuchen – aus nicht ganz uneigennützigem Grund, schließlich soll der Junge rechnen können. Bis Don Leonardo eines Tages sein gesamtes Geld – einschließlich seines nun 15-jährigen Burschen Andres – an seinen Mitspieler verliert. Andres’ neuer Herr, der Handelsagent Don Laureano, schickt ihn als Fuhrknecht in die Lehre, damit er die Ochsen vor die Karren spannen und mit diesen seine Waren transportieren kann. Doch die damit scheinbar erworbene Freiheit ist trügerisch, denn alles, was dabei beschädigt wird oder verloren geht, landet auf Andres’ Schuldkonto. Eines Tages begegnet er einem Mädchen. Es hat seine Eltern verloren, seine Brüder sind an ein Holzfällerlager verkauft worden. Es bleibt bei ihm und zieht mit ihm und seinen Kameraden, die sich inzwischen zu einer Handelskarawane zusammengeschlossen haben, durch das Hochland.
›Die Carreta‹ ist Teil des sogenannten Caoba-Zyklus, der in den 30er-Jahren erschien. Er schildert die gesellschaftlichen Verhältnisse im vorrevolutionären Mexiko und legt die Ursachen bloß, die zur Revolution im Jahre 1910 führten: Korruption, Versklavung und gnadenlose Ausbeutung der indianischen Volksstämme. In diesem Band geht es vor allem um Leibeigenschaft und Freiheit.

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eBook, 304 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 21. Juni 2023

978-3-257-61368-1
€ (D) 7.99 / sFr 10.00* / € (A) 7.99
* unverb. Preisempfehlung
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B.
Traven

B. Traven (1882–1969), war bis 1915 unter dem Pseudonym Ret Marut als Schauspieler und Regisseur in Norddeutschland tätig. Es folgte der Umzug nach München, wo er 1917 die radikal-anarchistische Zeitschrift ›Der Ziegelbrenner‹ gründete und sich an der bayerischen Räteregierung beteiligte, die 1919 gestürzt wurde. Es gibt heute Hinweise, dass er der uneheliche Sohn des AEG-Gründers Emil Rathenau und damit der Halbbruder von Walther Rathenau war, der 1922 als deutscher Außenminister ermordet wurde. Nach seiner Flucht nach Mexiko 1924 schrieb er unter dem Namen B. Traven 12 Bücher (darunter sein wohl bekanntester Roman ›Das Totenschiff‹) und zahlreiche Erzählungen, die in Deutschland Bestseller waren und in mehr als 40 Sprachen veröffentlicht und weltweit über 30 Millionen Mal verkauft wurden. Viele davon wurden verfilmt, so ›Der Schatz der Sierra Madre‹ (Hollywood 1948), ›Das Totenschiff‹ (Deutschland 1959) und ›Macario‹ (Mexiko 1960). 1951 wurde er mexikanischer Staatsbürger, heiratete 1957 Rosa Elena Luján, seine Übersetzerin und Agentin, und starb am 26. März 1969 in Mexiko-Stadt.

B. Traven