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Don Gabriel verwaltet als Ortssekretär den südmexikanischen Indianerort Bujvilum. Der Schulunterricht, den er den Jungen dort erteilt, ist eine Farce, und mittels dubioser Steuern und Übervorteilungen vermehrt er sein Einkommen. Als er einen alten Bekannten, der als Agent für die Holzfällerlager tätig ist, wiedertrifft, schließt er sich ihm an und »wirbt« Indianer mit der Aussicht auf einen guten Verdienst an, während in Wirklichkeit die lebenslange Sklaverei auf sie wartet.

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Einst war Don Gabriel ein armer Viehhändler, nun nimmt er eine Stelle als Ortssekretär an. Sein Freund, der politische Funktionär Don Casimiro, hat ihm die Position in dem südmexikanischen Indianerort Bujvilum verschafft. Der Schulunterricht, den er den Jungen des Ortes erteilt, ist eine Farce, und mittels dubioser Steuern erhöht er sein Einkommen. Nachdem er den Indianern Geld geborgt hat, holt er es sich zurück, indem er die Schuldner zwingt, ihre Schafe und Schweine unter Wert an einige Händler zu verkaufen. Als er einen alten Bekannten, Don Ramon, wiedertrifft, kommt er auf noch ganz andere Ideen. Dieser ist mittlerweile als Agent für die Holzfällerlager tätig. Don Gabriel schließt sich ihm an und «wirbt» Indianer mit der Aussicht auf einen guten Verdienst an, während in Wirklichkeit die lebenslange Sklaverei auf sie wartet.
›Regierung‹ ist Teil des sogenannten Caoba-Zyklus, der in den 30er-Jahren erschien. Er schildert die gesellschaftlichen Verhältnisse im vorrevolutionären Mexiko und legt die Ursachen bloß, die zur Revolution im Jahre 1910 führten: Korruption, Versklavung und gnadenlose Ausbeutung der indianischen Volksstämme. Unter anderem beschreibt Traven hier, wie die mexikanische Regierung versuchte, das in den indianischen Landstrichen geltende Wahlsystem auszuhebeln.

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eBook, 256 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 24. Mai 2023

978-3-257-61367-4
€ (D) 7.99 / sFr 10.00* / € (A) 7.99
* unverb. Preisempfehlung
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B.
Traven

B. Traven (1882–1969), war bis 1915 unter dem Pseudonym Ret Marut als Schauspieler und Regisseur in Norddeutschland tätig. Es folgte der Umzug nach München, wo er 1917 die radikal-anarchistische Zeitschrift ›Der Ziegelbrenner‹ gründete und sich an der bayerischen Räteregierung beteiligte, die 1919 gestürzt wurde. Es gibt heute Hinweise, dass er der uneheliche Sohn des AEG-Gründers Emil Rathenau und damit der Halbbruder von Walther Rathenau war, der 1922 als deutscher Außenminister ermordet wurde. Nach seiner Flucht nach Mexiko 1924 schrieb er unter dem Namen B. Traven 12 Bücher (darunter sein wohl bekanntester Roman ›Das Totenschiff‹) und zahlreiche Erzählungen, die in Deutschland Bestseller waren und in mehr als 40 Sprachen veröffentlicht und weltweit über 30 Millionen Mal verkauft wurden. Viele davon wurden verfilmt, so ›Der Schatz der Sierra Madre‹ (Hollywood 1948), ›Das Totenschiff‹ (Deutschland 1959) und ›Macario‹ (Mexiko 1960). 1951 wurde er mexikanischer Staatsbürger, heiratete 1957 Rosa Elena Luján, seine Übersetzerin und Agentin, und starb am 26. März 1969 in Mexiko-Stadt.

B. Traven