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Eidechse
Aus dem Japanischen von Anita Brockmann und Annelie Ortmanns
Sechs bitterzarte, komische und tröstliche Geschichten über Menschen, die den Schritt endlich wagen: sich zu einer festen Beziehung bekennen, heiraten wollen und die dabei ihre Unsicherheit und Orientierungslosigkeit nicht verschweigen.
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Auf die Innenseite ihres Schenkels ist eine kleine Eidechse tätowiert, aber nicht allein deshalb gab er ihr diesen Namen. »Ihre Augen sind schwarz und rund. Es sind die Augen eines Reptils, Augen, die nicht das geringste Gefühl verraten.« So beginnt die Titelgeschichte, eine intensive, komplizierte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die ein dunkles Geheimnis sowohl trennt als auch verbindet. – In der Geschichte ›Frisch verheiratet‹ schafft es ein junger Ehemann einfach nicht, nach Hause zu gehen. In ihrer Wohnung, »einem schönen Spinnennetz«, meint er zu ersticken. Er trifft auf einen ungewöhnlichen Ratgeber. – Eine junge Frau hat mit sich und ihrem Körper experimentiert und ein exzessives Sexleben hinter sich. Als sie ihren Freund und bald darauf Verlobten aus wohlhabender Familie kennenlernt, hat sie längst damit abgeschlossen. Doch nicht nur ihre einstige Clique, auch ihre eigene Familienvergangenheit lässt sie nicht zur Ruhe kommen – so die Geschichte ›Eine denkwürdige Begebenheit am Großen Fluß‹. Dies sind drei von sechs Geschichten, durch die sich wie ein roter Faden die Sehnsucht zieht, endlich irgendwo anzukommen, geborgen zu sein. Die Geschichte ›Der Glücksbringer‹ weist dabei den Weg: Das wahre Zuhause findet man nur in sich selbst.
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Taschenbuch, 204 Seiten
erschienen am 19. Dezember 2006

978-3-257-23584-5
€ (D) 10.00 / sFr 13.00* / € (A) 10.30
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Rheinische Post, Düsseldorf
»Sechs komische, ungewöhnliche und bizarre Geschichten. Stilformen werden bewusst gemischt, der Ton ist schnell, ungekünstelt, direkt. Das ist die Stärke von Banana Yoshimoto.«
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Banana
Yoshimoto

Banana Yoshimoto, 1964 geboren, hieß ursprünglich Mahoko Yoshimoto. Ihr erstes Buch ›Kitchen‹ schrieb sie während ihres Studiums, sie jobbte nebenbei als Kellnerin in einem Café und verliebte sich dort in die Blüten der ›red banana flower‹, daher ihr Pseudonym. Ihr Debütroman verkaufte sich auf Anhieb millionenfach – ein Phänomen, dem man die Bezeichnung ›Bananamania‹ gab. Sie schrieb zahlreiche Bücher, die auch außerhalb Japans ungewöhnlich hohe Auflagen erreichten.

Banana Yoshimoto