Dieses Buch gehört meiner Mutter
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Erich Hackl gibt einer Frau, die als Bauerntochter im oberösterreichischen Mühlviertel aufgewachsen ist, eine Stimme: seiner Mutter. In einer kunstvoll einfachen Sprache erfährt man von einer vergangenen Welt mit ihren farbigen Bildern und Geschichten. In Hackls Vergegenwärtigung ist sie dabei alles andere als idyllisch, immer aber wird die Würde und Besonderheit eines Menschenlebens bewahrt.
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Ein Kirschbaum in einer Frostnacht und ein Mann, der unter ihm ein Feuer entzündet. Das erste Fahrrad und der letzte Zeppelin. Das Glück einer halben Semmel. Sünden, die angehäuft und getilgt werden. Ein Bauer, der ins Paradies schaut. Fanatische Pfarrer und verständige Lehrer. Sprechende Kühe. Denkfehler vor, in, nach dem Krieg. Unheldische Helden. Das Warten auf den Richtigen. Die Zahl Drei und was sie für das Dorf bedeutet. »So weit ich zurückdenken kann, hat meine Mutter von der Welt ihrer Kindheit und Jugend erzählt«, schreibt Erich Hackl im Nachwort zu diesem poetischen, ungemein innigen Lebensbild. »Ich bin nun, nach ihrem Tod, darangegangen, mich dieser Welt zu versichern, sie mit ihrem Blick und in ihren Worten wahrzunehmen, und deshalb gehört dieses Buch meiner Mutter.«
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eBook, 112 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 23. Oktober 2013

978-3-257-60335-4
€ (D) 7.99 / sFr 10.00* / € (A) 7.99
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Marion Pfordt
Badische Zeitung, Freiburg i. Br.
»Manchmal grausam in ihrer klaren Wahrheit, manchmal lustig, oft melancholisch, aber immer mit einer gewissen Wehmut bewahrt Erich Hackl die Erzählungen seiner lebensklugen Mutter auf seine Weise auf.«
Julia Kospach
Welt der Frau, Linz
»Ein beeindruckendes Buch.«
Andreas Wirthensohn
Wiener Zeitung
»Ein biographisches und poetisches Meisterstück. Die auf den ersten Blick einfache Sprache erweist sich schon bald als kunstvolle Poesie, als kraftvolle rhythmisierte Prosa, dargeboten in einer Mischform aus Vers und mündlichem Duktus. Daraus entstehen wundervolle Miniaturen. Ein famoser Beitrag zum Genre Heimatliteratur.«
Andrea Braunsteiner
Woman, Wien
»Ungemein lebendig, drastisch und erfrischend.«
Annabelle, Zürich
»Empfindsam und klug!«
Katja Gasser
ORF 2
»Erich Hackl verleiht seiner verstorbenen Mutter in diesem Buch seine Stimme und damit sein Bewusstsein. In Form eines Prosagedichts rettet er die Vielschichtigkeit des Landlebens vor dem Vergessen und korrigiert das klischierte Bild des harten, starren Landlebens.«
Peter Grubmüller
Oberösterreichische Nachrichten, Linz
»Ein kleines Meisterwerk«
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Erich
Hackl

Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und einige Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Madrid. Seinen Erzählungen, die in 24 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. ›Auroras Anlaß‹ und ›Abschied von Sidonie‹ sind Schullektüre. 2018 erschien die vielbeachtete Erzählung ›Am Seil. Eine Heldengeschichte‹. Hackl wurde unter anderem 2017 mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. 

Erich Hackl