Zwei Männer machen Ece das Leben schwer. Einerseits der Vater: Seit er bei einem Arbeitsunfall einen Arm verloren hat, glaubt er, ein Recht auf Bosheit zu haben und alle Mitglieder der Familie tyrannisieren zu dürfen, wie es ihm gefällt. Andererseits Tamer: Ece liebt ihn – er aber ist verheiratet und will sich seit Jahren nicht von Frau und Kind trennen.
Schließlich verlässt die junge Frau die geliebte Heimatstadt Istanbul und sucht ihr Glück in London. Doch das Leben in der Emigration ist anders als erwartet. Die Fotos, die Verwandte nach Hause geschickt hatten, um ihr luxuriöses Leben in der Fremde zu dokumentieren, erweisen sich als Fälschungen: Sie ließen sich vor Villen und Limousinen ablichten, die gar nicht ihnen gehören. Von Integration kann nicht die Rede sein, vielmehr leben die Türken in einer Parallelwelt, in der sie mit England kaum in Berührung kommen, und wenn, dann nur negativ.
Während Ece in einem billigen Grillrestaurant die Teller wäscht, wird sie von Erinnerungen heimgesucht. Betreffen sie Tamer oder ihren Vater, schüttelt sie sie ab, indem sie andere Bilder heraufbeschwört: Bilder vom Großvater, der ebenfalls Emigrant war. Als armenischer Silberschmied in Istanbul hatte auch er ganz unten angefangen. Und die Frau seines Lebens kennengelernt: Eces Großmutter.
Erinnern und Vergessen – beides ist schmerzlich. Beides hilft Ece aber auch, Fuß zu fassen in ihrem neuen Leben.