Das Mögliche ist ungeheuer
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Das Mögliche ist ungeheuer
Ausgewählte Gedichte
Mit einem Nachwort von Peter Rüedi

Dieser Band umfasst zahlreiche Gedichte aus dem Nachlass: Liebeslieder folgen auf Sternenhymnen, Lebensbilanzen auf politische Psalmen; das Gedicht vom Midas, dem mythischen König, dem alles, was er anfasste, zu Gold wurde, auf warnende Zukunftsvisionen; Prosaballaden stehen neben streng gereimten Liedern. Bei Dürrenmatt ist die Lyrik nicht Anlass für einen Rückzug in den Elfenbeinturm, sondern, neben Komödie, Roman, Novelle und Essay, eine weitere Form, mit der er die Welt – von der Naturwissenschaft zur Philosophie, Literatur, Kunst, Politik bis zum Theater – zu durchdringen und zu bestehen versucht.

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1942/43 gleichzeitig mit der frühen Prosa (›Aus den Papieren eines Wärters‹, detebe 20848) und den ersten Sücken (›Es steht geschrieben/Der Blinde‹, detebe 20831) begonnen und seither parallel zu seinem dramatischen, Prosa- und essayistischen Werk entstanden, erschien Dürrenmatts Lyrik lange nur vereinzelt in Zeitungen und Zeitschriften, die Werkausgabe von 1980 brachte zusammen mit den Essays und Reden gerade ein rundes Dutzend Gedichte. 1985 allerdings gefolgt von der Ballade ›Minotaurus‹. So ist Dürrenmatts Lyrik bis heute nur wenigen bekannt, während seine Gedichte und Songs aus den Stücken längst zu Klassikern geworden und aus den Anthologien nicht mehr wegzudenken sind – von Akkis ›Makamen‹ aus ›Ein Engel kommt nach Babylon‹ bis zum ›Psalm Salomos, den Weltraumfahrern zu singen‹ aus ›Die Physiker‹. Der Band bringt nun, drei Jahre nach Dürrenmatts Tod, dreißig großenteils unveröffentlichte Gedichte aus dem Nachlaß: Liebeslieder folgen auf Sternenhymnen, Lebensbilanzen auf politische Psalmen; das Gedicht vom Midas, dem mythischen König, dem alles, was er anfaßte, zu Gold wurde, auf warnende Zukunftsvisionen; Prosaballaden stehen neben streng gereimten Liedern. Bei Dürrenmatt ist die Lyrik nicht Anlaß für einen Rückzug in den Elfenbeinturm, sondern, neben Komödie, Roman, Novelle und Essay, eine weitere Form, mit der er die Welt – von der Naturwissenschaft zur Philosophie, Literatur, Kunst, Politik bis zum Theater – zu durchdringen und zu bestehen versucht.

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Taschenbuch, 144 Seiten
erschienen am 26. Mai 2021

978-3-257-24608-7
€ (D) 12.00 / sFr 16.00* / € (A) 12.40
* unverb. Preisempfehlung
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Friedrich
Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt wurde 1921 in Konolfingen bei Bern als Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte Philosophie in Bern und Zürich und lebte als Dramatiker, Erzähler, Essayist, Zeichner und Maler in Neuchâtel. Bekannt wurde er mit seinen Kriminalromanen und Erzählungen ›Der Richter und sein Henker‹, ›Der Verdacht‹, ›Die Panne‹ und ›Das Versprechen‹, weltberühmt mit den Komödien ›Der Besuch der alten Dame‹ und ›Die Physiker‹. Den Abschluss seines umfassenden Werks schuf er mit den ›Stoffen‹, worin er Autobiografisches mit Essayistischem verband. Friedrich Dürrenmatt starb 1990 in Neuchâtel.

Friedrich Dürrenmatt