1924 flieht die junge Gitelle aus Litauen auf die andere Seite des Erdballs zu ihrem Mann Abel nach Johannesburg. Dort zieht ihr kleiner rothaariger Sohn Isaac im jüdischen Ghetto mit den schwarzen Jungs um die Häuser, während Vater Abel in seiner Uhrmacherwerkstatt mit seinen Freunden der verlorenen Heimat nachweint. Gitelle dagegen arbeitet rigoros an einem Neuanfang und träumt von einem Haus, in dem auch ihre fünf armen, in der alten Welt verbliebenen Schwestern Platz hätten. Als Isaac von der Schule fliegt, sieht sie darin eine Chance für ihn, mit Phantasie und Chuzpe auf der Überholspur erfolgreich zu werden – alles für ihren Traum. Der Junge beginnt als Angestellter einer Umzugsfirma und lernt dabei den schillernden Wundermittelverkäufer Bleshnik kennen, den fürchterlichen Magnus Oberholzer, einen Vertreter der erstarkenden antisemitischen Grauhemden, aber auch die große Liebe. Die allgemeine Weltlage verdüstert sich, und Isaac muss sich entscheiden: Will er wie sein Vater »gefressen« werden oder furchtlos und tough sein wie seine Mutter, die wie eine Löwin für ihre Ziele kämpft?