Sokolows Universum
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Aus dem Niederländischen von Sibylle Mulot
Ein Straßenkehrer in Tel Aviv wird Zeuge eines Mordes. Der Mann zweifelt an seinem Verstand, denn er glaubt, in dem Mörder einen alten Freund erkannt zu haben. Und dies würde in der Tat alle Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzen. Denn Sascha Sokolow ist kein gewöhnlicher Straßenkehrer. Noch vor kurzem war der emigrierte Russe einer der angesehensten Raumfahrtforscher seines Landes.
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Ein heißer Septembertag in Tel Aviv: Ein Straßenkehrer wird Zeuge eines Mordes. Der Mann zweifelt eine Sekunde lang an seinem Verstand, denn er glaubt, in dem Mörder einen alten Freund erkannt zu haben. Und dies würde in der Tat alle Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzen. Denn Sascha Sokolow ist kein gewöhnlicher Straßenkehrer. Noch vor kurzem war der emigrierte Russe einer der angesehensten Raumfahrtforscher seines Landes. Bis zu dem Tag, an dem die von ihm mitentwickelte Rakete beim Start unter ungeklärten Umständen explodierte. Sokolow wurde suspendiert, ebenso sein alter Projektleiter und Freund Lew Lesjawa – und ebender sah dem Mörder in der Rechow Etsel so verblüffend ähnlich. Seit Sokolow in Israel ist, trinkt er, um zu vergessen: die gescheiterte Karriere und Ehe, die bislang vergebliche Suche nach einer jüdischen Identität und nicht zuletzt, welche Rolle Lew damals bei der Raketenexplosion spielte. Überhaupt – der schillernde Charakter seines Freundes, der keine Skrupel zu kennen scheint … Ein mitreißender Roman über Freundschaft und Verrat, über Identitätssuche und die Errungenschaften der modernen Naturwissenschaften, zugleich ein spannender Thriller über internationale mafiose Machenschaften, vor dem Hintergrund des gerade ausbrechenden Golfkriegs, der Israel zu vernichten droht.
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Taschenbuch, 448 Seiten
erschienen am 27. April 2001

978-3-257-23288-2
€ (D) 13.00 / sFr 17.00* / € (A) 13.40
* unverb. Preisempfehlung
Leon de
Winter

Leon de Winter, geboren 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher und lebt in den Niederlanden. 2002 erhielt er den ›Welt‹-Literaturpreis, 2006 die Buber-Rosenzweig-Medaille für seinen Kampf gegen Antisemitismus, und 2009 wurde er mit dem Literaturpreis der Provinz Brabant für ›Das Recht auf Rückkehr‹ ausgezeichnet. Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Diogenes ›Stadt der Hunde‹ (2025).

Leon de Winter