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Meir Shalev
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Fontanelle
Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama
Die bizarre Familiengeschichte des Joffe-Clans, erzählt aus der Sicht eines Mannes, dessen Fontanelle auch im Erwachsenenalter noch nicht geschlossen ist und der dadurch mehr wahrnimmt, als ihm manchmal lieb ist.
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Sie hatte schwarzes, kurzgeschnittenes Wuschelhaar, trug ein grobes Leinenhemd und einen bunten Baumwollrock, die erste Liebe des fünfjährigen Michael – und sie rettete ihn aus einem brennenden Weizenfeld: Anja! Seitdem ging er jeden Morgen mit geschlossenen Augen den Gartenpfad zu ihrem Haus und öffnete die Augen erst dann, wenn er ihre Anwesenheit spürte. »So, jeden Tag und jede Woche und jeden Monat, jenes ganze Jahr hindurch – Winter und Sommer, Frühling und Herbst –, öffnete ich meine Augen erst vor ihrer Gestalt. Wenn das keine Liebe war, was war es dann?« Shalevs neuer Roman ist sicherlich die rührende Liebesgeschichte eines kleinen Jungen zu der Frau des Dorflehrers, und er ist die Familiensaga des aus Russland in die Jesreel-Ebene eingewanderten Joffe-Clans – vielleicht ist er aber auch gleichzeitig die Parabel eines israelischen Linken auf den ramponierten Mythos Israel…
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eBook, 576 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 29. Januar 2014

978-3-257-60401-6
€ (D) 12.99 / sFr 17.00* / € (A) 12.99
* unverb. Preisempfehlung
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Meir
Shalev

Meir Shalev (1948–2023) wuchs im Moschaw Nahalal in der Jesreel-Ebene auf, studierte Psychologie und arbeitete viele Jahre als Journalist, Radio- und Fernsehmoderator, ehe er mit vierzig Jahren seinen ersten Roman veröffentlichte. Er wurde mit Büchern wie ›Judiths Liebe‹ oder ›Der Junge und die Taube‹ zu einem der bekanntesten und beliebtesten israelischen Romanciers und erhielt 2006 den Brenner Prize, die höchste literarische Auszeichnung in Israel.

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