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Ansichten zur russischen Literatur

Aus dem Inhalt: Ewig der Ihre. Gogols Petersburger Jahre; Schock Schwere Not. Ein früher Ivan Goncarov; Aufzeichnungen eines Jägers. Der Erzähler Turgenev; Die Dame mit dem Hündchen. Anton Čechovs Erzählungen; Der schwierige Umgang mit dem Erbe. Charms und die Gruppe Oberiu; Moskau–Petuski. Venedikt Erofeevs grandioses Erzählgedicht.

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Mehr als 70 Titel umfasst die Bibliographie der von Peter Urban übersetzten Bücher aus verschiedenen slawischen Sprachen, vor allem aus dem Russischen. Mit seinen Übersetzungen hat Peter Urban etwas geschaffen, was es vorher so nicht gab: Erst heute können wir z.B. Puskin und Čechov auf Deutsch so lesen, wie sie russisch geschrieben haben – genau und kurz, und dabei wird die innere Logik der Urtexte, die ganze Struktur bewahrt. Das Übersetzen ist aber nur ein Teil der Arbeit Urbans: Er kommentiert den Text, gibt Auskunft über Autor und Werk, stellt den zeit- und geistesgeschichtlichen Zusammenhang her, als Essayist erschließt er Werk und Autor neu – meist erstmals richtig. In der vorliegenden Sammlung erscheinen diese bisher verstreut beim jeweiligen Autor resp. Werk zugänglichen Notate nebeneinander – und erreichen damit eine neue, weitere Qualität und Wirkung. Nicht nur erfährt der Leser Wissenswertes zum jeweiligen Gegenstand – er erfährt viel mehr: neue Einsichten in die Werke der Großen der russischen Literatur. Da werden Zusammenhänge, Vernetzungen, Verknüpfungen sichtbar, oder wie es Norbert Wehr in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an Peter Urban im März 2000 formuliert hat: Der Leser entdeckt, »wie in diesem literarischen Kosmos alles mit allem, wie in einem kommunizierenden Röhrensystem, in wunderbarer Weise zusammenhängt, Čechov mit Puskin, Babel mit Čechov, Charms mit Chlebnikov und so weiter und so weiter«. 1973 erschien im Diogenes Verlag Peter Urbans Übersetzung von Čechovs Kirschgarten – der Schritt von Tschechow zu Čechov im deutschsprachigen Raum. Diese 36 Essays zur russischen Literatur erscheinen zum 65. Geburtstag von Peter Urban am 16. Juli 2006. Ergänzt wird die Sammlung mit der Erstveröffentlichung des Essays: Wie baut Čechov seine Sätze.

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Hardcover Leinen, 560 Seiten
erschienen am 25. Juli 2006

978-3-257-06512-1
€ (D) 24.90 / sFr 35.90* / € (A) 25.60
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Karin Großmann
Sächsiche Zeitung, Dresden

»Peter Urbans Notate über Puskin, Gogol, Babel, Čechov erscheinen jetzt in einer Sammlung: glänzende Essays voller Esprit. Für Liebhaber russischer Literatur ein Pflichtbuch.«

Journal, Frankfurt
»Man kann diesem Band nicht genug neugierige Leser wünschen.«
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Peter
Urban
Peter Urban wurde 1941 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Slawistik, Germanistik und Geschichte in Würzburg und Belgrad war er von 1966 bis 1968 Lektor für slawische Literaturen im Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main. 1969 war er Mitbegründer des Verlags der Autoren, Frankfurt; von 1974 bis 1977 war er als Hörspieldramaturg beim wdr in Köln tätig. Von 1977 bis 1989 war er Geschäftsführer und Lektor im Frankfurter Verlag der Autoren, seither arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzer. Peter Urban erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. den Übersetzerpreis der Akademie für Sprache und Dichtung und den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis. Peter Urban starb am 9.12.2013 in Weidmoos im Hohen Vogelsberg.
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