Emigranten
Im Warenkorb
Emigranten
Im Warenkorb
Emigranten
Im Warenkorb
Emigranten
und andere Stücke
Aus dem Polnischen von Christa Vogel
AA, der Intellektuelle, und XX, der Gastarbeiter, teilen sich einen Kellerraum als Unterkunft und gehen sich nach Kräften auf die Nerven. Zwar sind sie beide Emigranten desselben Landes, doch sind die Verbindungen zwischen dem politischen Flüchtling und dem sich für materiellen Wohlstand abschuftenden bäuerlichen Gastarbeiter nur allzu brüchig. Am Silvesterabend kommt es zum Showdown.
+
Mehr anzeigen
AA, der Intellektuelle, und XX, der Gastarbeiter, teilen sich einen Kellerraum als Unterkunft. Zwar sind sie beide ›Emigranten‹ desselben Landes, doch sind die Verbindungen zwischen dem politischen Flüchtling und dem sich für materiellen Wohlstand abschuftenden bäuerlichen Gastarbeiter nur allzu brüchig. Am Silvesterabend kommt es zum Showdown. Mitten ins Abendessen einer Großfamilie platzen vier Diplomaten und erklären das Haus zum Tagungsort für eine internationale Konferenz. Dass dem neuen Wohnzimmertisch die Ecken abgesägt werden müssen, denn laut Protokoll muss am runden Tisch verhandelt werden, nimmt die Familie noch in Kauf. Aber als die Diplomaten nach langer Beratung verkünden, dass von nun an ›Das Haus auf der Grenze‹ stehe und alle Familienmitglieder ständig einen Passierschein bei sich zu tragen hätten und die mitten durchs Wohnzimmer verlaufende Grenze mit Wachsoldaten und Schlagbaum gesichert werden müsse, wird den Bewohnern langsam mulmig …
-
Weniger anzeigen
Hardcover Leinen, 400 Seiten
erschienen am 29. August 1997

978-3-257-06153-6
€ (D) 24.90 / sFr 35.90* / € (A) 25.60
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Friedrich Luft
Die Welt, Berlin
»›Emigranten‹ hat Humor von stringenter böser Art. Es hat theatralisch fesselnde Spannung.«
Mario Stumpfe
Neues Deutschland, Berlin
»›Emigranten‹ ist unheimlich dicht und vieldimensional.«
Slawomir
Mrozek

Sławomir Mrożek, geboren 1930 in Borzecin bei Krakau, studierte Architektur, Kunstgeschichte und Orientalistik. In Polen war er zunächst als Karikaturist erfolgreich, bevor er als Schriftsteller in Erscheinung trat. 1957 erschien sein erstes Buch mit satirischen Erzählungen. Es folgten seine Stücke (darunter ›Tango‹, ›Emigranten‹, ›Polizei‹, ›Striptease‹), mit denen er Weltruhm erlangte. In Deutschland gehören sie zu den meistgespielten Theaterstücken überhaupt. 1962 verließ er Polen und beantragte 1968, als Reaktion auf die Niederschlagung des Prager Frühlings, in Frankreich politisches Asyl. Nach langen Jahren in Paris und später in Mexiko kehrte er 1996 in seine Heimatstadt Krakau zurück. Die letzten Jahre lebte er in Nizza, wo er 2013 verstarb.

Sławomir Mrożek