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Urs Widmer
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Das Buch des Vaters
›Das Buch des Vaters‹ ist die Aufzeichnung eines leidenschaftlichen Lebens, von der Liebe zur Literatur bestimmt. Von den großen Utopien, Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts. Und von der Liebe zu Clara Molinari, einer geheimnisvollen Frau.
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An seinem zwölften Geburtstag erhält Karl ein Buch, voll leerer Seiten, und Tag für Tag wird er daran schreiben, ein Leben lang. Doch nach seinem Tod verschwindet es, bevor es sein Sohn, wie es der Brauch ist, hätte lesen können. Also schreibt es der Sohn, der Ich-Erzähler, ein zweites Mal: das Buch des Vaters. Es ist die Aufzeichnung eines reichen Lebens, von der Liebe zum Leben und der Leidenschaft zu den Büchern bestimmt. Die vielleicht wunderbarste Fähigkeit des Vaters ist, sich und andere begeistern zu können. Im Geist lebt er mit Villon, Diderot und Stendhal – er übersetzt sie und viele andere –, in der wirklichen Welt fühlt er sich einer Gruppe junger Maler zugehörig, die zwar sehr verschieden malen, aber alle glühende Antifaschisten sind. Kein Wunder, dass auch er, während einer legendären Fastnacht im Jahr 1936, Kommunist wird. Allerdings, als er 1965 stirbt, ist er längst keiner mehr. ›Das Buch des Vaters‹ ist auch die Geschichte der politischen Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts. Und natürlich erzählt es auch die Geschichte der Frau, die er liebt – Claras, die im Zentrum des Romans ›Der Geliebte der Mutter‹ steht. Die gleiche Geschichte, verblüffend anders erzählt.
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eBook, 224 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 22. Mai 2012

978-3-257-60054-4
€ (D) 9.99 / sFr 13.00* / € (A) 9.99
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Sandra Leis
Der Bund, Bern
»Urs Widmers Roman ist eine zärtliche Hommage an seinen Vater und gleichzeitig eine kluge Reflexion übers Erfinden und das kunstvolle Ineinandergreifen von Leben und Literatur.«
Martin Lüdke
Die Zeit, Hamburg
»Die nachgetragene Liebeserklärung an seinen Vater enthält wieder betörend eindrucksvolle Passagen und unvergessliche Episoden.«
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Urs
Widmer

Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. Danach arbeitete er als Verlagslektor im Walter Verlag, Olten, und im Suhrkamp Verlag, Frankfurt. 1968 wurde er mit seinem Erstling, der Erzählung ›Alois‹, selbst zum Autor. In Frankfurt rief er 1969 zusammen mit anderen Lektoren den ›Verlag der Autoren‹ ins Leben. Für sein umfangreiches Werk wurde er u.a. mit dem Heimito-von-Doderer-Literaturpreis (1998) sowie dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2007) ausgezeichnet. Urs Widmer starb 2014 in Zürich.

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