Eine selbstbewusste Liebeserklärung an die Männer ihres Lebens – genauer, ihres Schriftstellerlebens. Viktorija Tokarjewa blickt zurück und erinnert sich mit Humor, Dankbarkeit und ohne jede Sentimentalität an die Männer, die ihren Werdegang als Künstlerin geprägt haben: Da ist der rotzfreche Schüler Sobakin, der ihr als junger Lehrerin dermaßen auf die Nerven ging, dass sie ihren Beruf an den Nagel hängte und zu schreiben begann. Da sind die Schriftstellerkollegen, die ihr Talent erkannten und ihr die ersten Chancen gaben. Da ist der Drehbuchautor, mit dem sie das Glück des gemeinsamen kreativen Rausches erlebte und das Unglück einer unmöglichen Liebe. Da ist Michail Gorbatschow, der Russland umkrempelte und öffnete und Viktorija Tokarjewa und ihrer Literatur die Möglichkeit gab zu reisen. Und nicht zuletzt Daniel Keel, der Verleger des Diogenes Verlags, der ihren Büchern eine deutschsprachige Heimat gab. Ihnen allen verdankt Viktorija Tokarjewa, dass sie geworden ist, wer sie ist – und sie verneigt sich vor ihnen. Der humorvolle und kein bisschen altersmilde Lebensrückblick einer großen Künstlerin und einer starken Frau. Und als Zugabe der Essay ›Mein Čechov‹ über Viktorija Tokarjewas großes literarisches Vorbild.