Sie sind schon über dreißig und immer noch Single. Nur, dass dieses Wort in Tel Aviv nicht den Beiklang von Luxus und Abenteuer hat. Neidvoll schauen sie bei Freunden in den Kinderwagen, verzweifelt sehen sie sich nach Partnern um, Freunde und Bekannte helfen mit ›blind dates‹, denn wer in Israel mit über dreißig noch nicht verheiratet ist, gerät gesellschaftlich ins Abseits.
In ›Liebe pur‹ haben ein Mann und eine Frau ein solches ›blind date‹. Als der Mann die Frau nach Hause bringt, läuft ihnen ein herrenloser, junger Hund über den Weg. Beide sind fasziniert von dem putzigen Welpen, aber eigentlich kann jetzt keiner der beiden einen Hund gebrauchen. Die Frau schlägt vor, den Mann auf einen Kaffee mit hoch zu nehmen, der Hund dürfe auch mit, bekomme etwas Feines zu fressen, aber dann müssten beide wieder gehen. Doch der Mann bleibt über Nacht – und auch der Hund darf bleiben. So wird er zum Maskottchen dieser Liebesbeziehung, die mit all ihren Höhen und Tiefen einer Achterbahn gleicht.