Fünfzig und noch immer ein glückliches Ehe- und Liebespaar - das ist selbst in Paris, der Stadt der Liebenden, so rar, dass es nicht wahr sein darf.
An einem sonnigen Junitag bricht Robert Dandurand zum Hechtangeln auf und ertrinkt in der Seine. Unfall oder Selbstmord? Die Freunde stehen vor einem Rätsel, Lulu Dandurand verzweifelt. Rastlos sucht sie nach möglichen Gründen für den Tod ihres geliebten Bob, der 25 Jahre zuvor sein Jurastudium abgebrochen hatte, um mit ihr in der Montmartre Boheme zu leben, und der seine Ehe mit Lulu in einem Satz zusammengefasst hatte: »Es ist doch so: Wenn jeder sich nur um das Glück eines einzigen Menschen kümmern würde, wäre die ganze Welt glücklich.«
Nach und nach gewinnt für Lulu wie für die Freunde das Bild Bobs an Schärfe — das Bild eines Menschen mit innerer Größe. Und seine Frau Lulu zollt dieser inneren Größe auf ihre Weise Tribut.