Die Zeit mit Anaïs
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Die Zeit mit Anaïs
Band 30
Simenon Romane
Ausgewählte Romane
Band 30
Simenon Romane
Aus dem Französischen von Ursula Vogel
Albert Bauche bleibt mit seinem Wagen in einem Wald zwischen Paris und Orléans liegen. Er geht in einen Gasthof, trinkt ein paar Gläser Schnaps und ruft anschließend die Polizei. Er hat einen Mord zu gestehen, den Mord an seinem Geschäftspartner Nicolas. Bald schon muss Bauche um seinen Kopf kämpfen, denn die Geschworenen verurteilen brutale Mörder, wie Bauche einer zu sein scheint, zum Tode. An dieser Stelle kommt Anaïs ins Spiel.
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Als auf der Polizeistation von Ingrannes das Telefon klingelt, meldet sich ein gewisser Albert Bauche, bezichtigt sich des Mordes an seinem Chef, dem anrüchigen Geschäftsmann Serge Nicolas, und stellt sich der Polizei. Was Bauche nicht wusste, war, dass er seine Stellung niemand anderem verdankte als seiner Frau Fernande, Nicolas' Geliebter. Bauches Bericht gibt den ihn verhörenden Polizeibeamten keine Handhabe gegen ihn: Bauche erzählt seine persönliche Wahrheit, und auch die nur jemandem, der sich für seine Gedankengänge, seine Krankengeschichte interessiert, dem Psychiater. Am Anfang dieser Geschichte steht Anaïs, ein Mädchen aus seinem Dorf, das alle Männer im Ort einmal lieben, am Strand oder unten am Kanal. Selbst Bauches Vater. Anaïs' Bild führt ihn später in Paris zur Nymphomanin Fernande, die er heiratet, die ihn hintergeht, mit der er sich dennoch glücklich wähnt … Eine brisante Analyse des scheuen, zum ewigen Mittelmaß und Ungenügen verurteilten Menschen vor Gericht, einer dieser Menschen, die »derart schlecht für das Leben ausgerüstet sind, dass man fast einen Übermenschen aus ihnen machen würde, wenn man in ihnen einen Schuldigen – statt ein Opfer – sähe« (Georges Simenon).
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Taschenbuch, 224 Seiten
erschienen am 24. April 2012

978-3-257-24130-3
€ (D) 9.00 / sFr 13.00* / € (A) 9.30
* unverb. Preisempfehlung

Buchreihe

Simenon Romane

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Jürg Altwegg
Frankfurter Allgemeine Magazin
»Einer der größten Dichter des 20. Jahrhunderts.«
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Georges
Simenon
Georges Simenon, geboren 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste ›Maigret‹-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 ›Maigret‹-und über 120 ›Non-Maigret‹-Romanen, statt Romane zu schreiben, ausgreifende autobiographische Arbeiten diktierte. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.
Georges Simenon

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