›Im Augenblick denkt man, es seien Stunden wie andere auch, und man merkt erst hinterher, daß etwas Außergewöhnliches daran war.‹
So ergeht es auch Maloin, dem Rangiermeister im Hafenbahnhof von Dieppe, als er dem Inspektor aus London erzählt, was sich in seiner Bootshütte abgespielt hat; und mühsam versucht er sich der einzelnen Minuten zu erinnern, die dazu geführt haben, daß er sich plötzlich für zwei Fremde interessierte, die einen unscheinbaren Koffer durch den Zoll schmuggelten …
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›Im Augenblick denkt man, es seien Stunden wie andere auch, und man merkt erst hinterher, dass etwas Außergewöhnliches daran war.‹
So ergeht es auch Maloin, dem Rangiermeister im Hafenbahnhof von Dieppe, dessen Augen daran gewöhnt sind, Nacht für Nacht den Nebel zu durchdringen und die kleinste Kleinigkeit zu registrieren. Auch jene rauchend auf einer Bank wartende Gestalt in Grau. Und den Schatten, der ihr vom Bug eines Schiffes aus einen Koffer zuwirft. Sowie einen zweiten Schatten, der den ersten brutal ermordet.
Der Koffer fällt ins Wasser, Maloin fischt ihn heraus. Und damit wird aus dem braven Beobachter ein gejagter Held – mit einem spannenden Leben, das ihm bald über den Kopf wächst. Und der atemlose Kriminalroman verschränkt sich mit einer vielschichtigen Tragödie.
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Taschenbuch, 192 Seiten
erschienen am 26. Oktober 2010
Georges Simenon, geboren 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste ›Maigret‹-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 ›Maigret‹-und über 120 ›Non-Maigret‹-Romanen, statt Romane zu schreiben, ausgreifende autobiographische Arbeiten diktierte. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.