Anonyme Briefe erhält Kommissar Maigret oft. Aber nur selten sind sie auf Papier geschrieben, das sich kinderleicht ins Haus des Absenders zurückverfolgen lässt, und kündigen einen Mord an. Der Schreiber freilich ist im vornehmen Stadthaus des Anwalts Parendon zunächst nicht festzustellen, und passiert ist dort auch nichts. Bis man die Sekretärin und Geliebte des Advokaten mit durchschnittener Kehle auffindet …
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»Sehr geehrter Herr Kommissar,
Sie wissen besser als ich, dass die Wahrheit oft unglaublich ist. Ein Mord wird demnächst begangen werden. Vielleicht von jemandem, den ich kenne, vielleicht von mir selbst. Ich schreibe Ihnen nicht, um ihn zu verhindern. Das Drama ist sozusagen unabwendbar.«
Der Mord, der hier angekündigt wird, ist auf feinstem Büttenpapier geschrieben. So lässt sich die Spur leicht zurückverfolgen. Sie führt zu einem hochangesehenen Rechtsanwalt. Doch der hat den Brief nicht geschrieben.
Maigrets Besuch bei den Parendons wirkt wie ein Katalysator, und das Drama nimmt seinen Lauf.
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Taschenbuch, 208 Seiten
erschienen am 01. August 2009
»Ohne Federico Fellinis Filme und Georges Simenons Romane würden wir das Leben anders empfinden – und vor allem: als weniger reichhaltig.«
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Georges
Simenon
Georges Simenon, geboren 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste ›Maigret‹-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 ›Maigret‹-und über 120 ›Non-Maigret‹-Romanen, statt Romane zu schreiben, ausgreifende autobiographische Arbeiten diktierte. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.