Am 7. Januar wird in Saint-Aubin-les-Marais Albert Retailleau vom Zug überfahren. Unfall oder Verbrechen? Böse Zungen im Städtchen bezichtigen Etienne Naud des Mordes, der seinerseits, um diese zum Schweigen zu bringen, an seinen Schwager, einen Pariser Richter, appelliert, der seinen Freund Maigret ins Spiel bringt. Als Kommissar ohne offiziellen Auftrag fühlt dieser sich unwohl in Saint-Aubin, dessen Bewohner sich gegen den Fremden verschworen haben, der so offen die bessere Gesellschaft protegiert, die die Nauds verkörpern. Und was hat im Übrigen noch einer aus Paris, Detektiv Cavre, genannt Inspektor Cadavre, bei ihnen im Städtchen zu suchen? Maigret tappt im Dunkeln. Einer kommt freiwillig, erweist sich als gesprächig und weiß nichts Eiligeres zu tun, als Maigret ein Alibi für die ›Unfallnacht‹ zu liefern: der Freund der Familie Naud, Alban Groult-Cotelle. Einziger Anhaltspunkt des Kommissars ist Geneviève Nauds Geständnis, sie sei des Opfers Geliebte gewesen und erwarte ein Kind.